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Die Schüler/innen der 1 LWK, der 2 LWK und der 3 LWK werden aufgrund ihres erhöhten Förderbedarfes gemäß ihrer Anlagen und Fertigkeiten sowohl in den relevanten lebenspraktischen Handlungsfeldern also auch in den kognitiv fordernden Pflichtgegenständen der unterschiedlichen Lehrpläne unterrichtet und begleitet. 

1 LWK

 

Klassenvorstand: SRin SOLin Dipl.-Päd.in Waltraud Hochwarter
Teammitglieder: SLin Dipl.-Päd.in Gudrun Bayer, SOL Christian Horvath, RLin Michaela Potzmann BEd, Marlies Graf (BSA), Julia Kainer (BSA), Maximilian Kurz (BSA)

 

 

2 LWK

Klassenvorstand: SOLin Dipl.-Päd.in Ulrike Zarka-Riedl
Teammitglieder: SLin Dipl.-Päd.in Barbara Frühwirth BEd, RLin Michaela Potzmann BEd, Silke Halvachs (BSA), Maximilian Schützenhöfer (BSA), Michaela Subosits (BSA), Bianca Wiedner (BSA)

 

3 LWK

Klassenvorstand: SLin  Dipl.-Päd.in Kordula Huss BEd
Teammitglieder: SLin Dipl.-Päd.in Barbara Frühwirth BEd, RLin Michaela Potzmann BEd, Katharina Laschalt (BSA), Lisa Unger (BSA), Andrea Wallner (BSA)

 

4 LWK

Klassenvorstand: SOLin Dipl.-Päd.in Susanne Kamper
Teammitglieder: SLin Dipl.-Päd.in Gudrun Bayer, RLin Michaela Potzmann BEd, Monika Schneidhofer (BSA)

Diese Klasse ist eine Schulversuchsklasse für Kinder im 8., 9. bis 12. Schulbesuchsjahr mit Fokus auf den Übertritt in die Berufs- und Arbeitswelt. Die Vorbereitung und das Training in den lebensbedeutsamen Handlungsfeldern steht im Mittelpunkt.
Aufgrund der Klassengröße werden einige Schüler/innen in einer eigenen Gruppe besonders intensiv auf die Anforderungen der nachkommenden Schuljahre hin gefördert und in fast allen Gegenständen wie eine eigene Klasse geführt.

5 LWK

Klassenvorstand: SL Martin Pratl
Teammitglieder: SLin Dipl.-Päd.in Gudrun Bayer, RLin Michaela Potzmann BEd

Die Schüler dieser Klasse sind in der kognitiven Leistungsfähigkeit sehr nahe am altersadäquaten Regellehrplan, benötigen aber aufgrund ihrer sozialer und emotionaler Unsicherheiten und Ungelenkigkeiten im Umgang mit anderen Personen den "geschützten" Rahmen dieser speziellen Klasse. Mit hohem persönlichen Einsatz der Erwachsenen gelingt es immer häufiger, über längere Phasen der Tage und Wochen in einem doch erfolgsversprechendem Miteinander leben zu können. Das Kernteam der Klasse leistet gerade in dieser speziellen Situation Außerordentliches. 

Heilstättenklasse

Leitung und Klassenvorständin: SLin Dipl.-Päd.in Petra Mikovits
Teammitglieder: RLin Michaela Potzmann BEd

Die im Öffentlichen Krankenhaus Oberwart eingerichtete Heilstättenklasse ist "Schule der besonderen Art". Hier werden Kinder und Jugendliche der unterschiedlichsten Altersgruppen, aus allen Schultypen öffentlicher Schulen und bundesländerübergreifend aufgrund eines längeren Krankenhausaufenthaltes (stationäre Aufnahme) unterrichtet. Wenn es notwendig ist, passiert für die jungen PatientInnen auch Unterricht am Krankenbett bzw. zwischen Therapien, Untersuchungen und ärztlichen Visiten. Eine Herausforderung der ganz speziellen Art stellen diese Rahmenbedingungen nicht nur für das pädagogische Personal dar, sondern auch für das Personal der Kinder- und Jugendabteilung. 

Unsere Schule ist ganz anders als andere Schulen. Sie ist eine echte (S)coole, weil.....

  • … wir brauchen keine Schulglocke oder Schuluhr. Wir beginnen unsere Arbeiten wenn wir soweit sind und enden wenn wir fertig sind

  • … wir keine herkömmlichen Gegenstände haben, sondern Alles in Allem vorkommt

  • … Erwachsene, Kinder und Jugendliche wie Freunde und Familie zueinander sind

  • … es bei uns vom Frühstück, über die selbstzubereitete Jause und das leckere Mittagessen bis zum Nachmittagssnack immer was zu essen gibt

  • … unsere Probleme und Sorgen gespürt und gehört werden und wir immer mit Jemanden darüber sprechen können

  • … wir unser Gemüse selbst anbauen, unsere Möbel selbst bauen können, wir einen tollen Gesamtchor haben, wir regelmäßig ins Hallenbad oder auf die Eislaufbahn fahren oder häufig in der Stadt anzutreffen sind

  • … wir sehr oft herzhaft lachen können. 

     

    Wer wir Schülerinnen und Schüler unserer (S)coole sind?

    Hier stellen sich Einige vor: 

     

    "Hallo! Ich bin M. Ich kann zwar nicht sehen wo ich bin, aber mit meinem Langstock bin ich mehr im Haus unterwegs als die meisten anderen Personen. Ich besuche die Sekretärin, hole etwas aus der Küche oder horche mal in andere Klassen rein. Seit ich hier bin habe ich gelernt den Langstock einzusetzen, rechne und schreibe ich mit der Braille und genieße die Gesangs- und Musikeinheiten. Beim letzten Weihnachtstheater habe ich die Hauptrolle gespielt, ich war der Christbaum. Was mir wichtig ist? Dass ich immer häufiger alleine frische Batterien für meinen Radio bei A. holen kann."

     

    „Guten Tag! Mein Name ist L. Als ich vor einigen Jahren in die Schule gekommen bin, habe ich kein Wort Deutsch sprechen oder verstehen können. Meine Muttersprache war und ist Ungarisch. Ich war auch sehr unsicher und schüchtern. Heute trainiere ich in unserem Haus die lebenspraktischen Dinge. Ich organisiere zum Beispiel die Schülerjause, helfe bei der Zubereitung, der Verteilung und bin verantwortlich für die Bezahlung. Ich unterstütze dabei die Sekretärin der Schule und darf auch ihr Büro mitbenutzen. Privat treffe ich mich Freundinnen zum Kaffee, besuche einen Zumbakurs und erledige für Mama und Oma verschiedenste Wege, wie zum Beispiel Einkäufe. Obwohl meine Schulpflicht in diesem Jahr endet, werde ich noch ein Jahr bleiben, um mehr Sicherheit zu bekommen. Was mir wichtig ist? Das ich meine Aufgaben pünktlich und korrekt erledigen kann."

     

    "Hi! Ich bin N. Ich bin mit vier anderen Jugendlichen in der „Maturaklasse“ des Hauses, wie unser Herr D. immer sagt. Ich habe in den letzten Monaten schon „Millionen“ Textaufgaben gelöst, „tausende“ geometrische Figuren gezeichnet und „hunderte“ Bewerbungsschreiben selbst verfasst. Zwischendurch genieße ich es, in der Werkstätte an unseren Projekten wie Möbel- oder Hochbeetebau zu arbeiten. Wir haben eine Übungsfirma und sind mit Herrn P. oft unterwegs Materialien zu kaufen, „Baustellen“ zu besichtigen oder fertige Werkstücke zu liefern. Ich habe erst in diesem Schuljahr begonnen mich intensiv mit dem Lernen zu beschäftigen, weshalb ich noch ein freiwilliges Jahr da bleibe, um das Erlernte zu festigen. In diesem Jahr und auch im nächsten werde ich einige Wochen in Betrieben berufspraktische Tage absolvieren und mich um eine Lehrstelle bemühen. Was mir wichtig ist? Zwischendurch mit meinem Freund F. abhängen zu dürfen. "

     

    „Haaaaloooo! Ich bin D., kann nicht sprechen, nicht gehen, nicht alleine sitzen oder wie N. einen Kasten bauen. Ich unterhalte die Menschen um mich durch meine Freundlichkeit, mein Lachen und mein Dasein. Ich genieße die Abläufe in der Gruppe, die Ruhe, wenn meine Freunde lernen genauso wie die Action beim Feiern oder Spielen. Meine Betreuerin fährt immer wieder mit mir in den Wahrnehmungsraum, wo es Licht und Musik gibt. Das Wasserbett in diesem Raum ist besonders entspannend. Mit meiner Therapeutin bin ich regelmäßig im Therapieraum, dann geht die Post ab.  Seit ich hier bin habe ich gelernt zuzuhören, sich einzubringen und wie wichtig andere Personen für mich sind. Oft war mir der Tag hier zu kurz, wenn mein Papa mich mittags wieder holt. Was mir wichtig ist? Mitten unter meinen Freunden zu sein und mit ihnen zu lachen."

     

    „Ich glaube ich weiß nicht wer ich bin. Andere sprechen mich zwar immer mit B. an, aber das verstehe ich nicht. Ich bin immer unterwegs, in der Klasse und im Haus. Ich bin immer auf der Suche nach Wasser und der Möglichkeit damit zu spielen. Ich liiiiiieeebe Wasser. Wenn ich müde bin bringt mich wer von den netten Menschen um mich in mein Bett, wo ich mir dann am Tablett einen Zeichentrickfilm ansehen darf oder ruhige Musik gespielt wird. Hin und wieder verschlafe ich dann, aber sie sagen alle dass das nichts macht. Was ich hier gelernt habe? Ich finde auf meiner Wanderung durch das Haus alleine, obwohl ich immer einen „Schatten" habe,  in meine Gruppe."

     

    „Mein Name ist D. Ich bin Autist und der schnellste „Magic-bike-Fahrer“ im Haus. Meistens ist es mir in meiner Gruppe zu laut und trage dann Gehörschutzbügel. Mit dieser Hilfe geht es, dass ich mit M. einige motorische Übungen machen kann. Beim Essen und Singen bin ich auch gerne mit meinen Freunden zusammen, aber das coolste ist der laaaaange Gang vor der Klasse und mein Magic-Bike. In der Früh liebe ich es im Bewegungsraum die Bälle, Rollen, Schaukeln und Matten für mich alleine zu haben. M. ist aber immer bei mir und passt auf mich auf - ohne bike. Was mir wichtig ist? Meine Höhle, mein bike, meine M."

     

    „Morgen! Ich bin M. und fahre den schnellsten Rolli im Haus. Elektrisch betrieben mit Hupe und Licht bin ich im Haus unterwegs, um vor allen Anderen am Ziel zu sein. Vor einigen Jahren konnte ich noch selbständig gehen oder laufen. Dann musste ich meinen ersten Rollstuhl selbst antreiben, aber das geht auch nicht mehr. Seit einiger Zeit bin ich bei unserem Adventmarkt der Conférencier und darf durch das Programm führen, weil mein absolutes Lieblingshobby, das Fotografieren, nicht mehr gelingt. In unserer Gruppe ist immer viel los. Wir sind oft in der Küche und bereiten tollste Speisen zu  oder sitzen im Kreis und hören den Erzählungen der Erwachsenen zu. Da das Schreiben für mich nicht mehr Thema ist, trainiere ich mein Gedächtnis, denn ich muss mir in Zukunft alles merken und kann nicht mit Notizzetteln arbeiten. Was mir wichtig ist? Noch gaaaaanz lange möglichst viel alleine zu schaffen und zu wissen, dass später wer für mich da ist."

     

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